Wirkung bei den Kindern

Die unabhängige Studie „EASI Science“ zeigt, dass Kinder aus Kitas mit einem expliziten naturwissenschaftlichen Schwerpunkt mehr Lernfreude zeigen und stärker in ihre eigenen Fähigkeiten in Bezug auf Naturwissenschaften vertrauen als Mädchen und Jungen in Einrichtungen ohne naturwissenschaftlichen Schwerpunkt.

Kleines Mädchen beim Spielen
© Stiftung Haus der kleinen Forscher/Thomas Ernst
Wer fragt, der forscht und wer forscht, der fragt.

Ausschlaggebend für einen Wissenszuwachs der Kinder sind die Häufigkeit und Qualität von Bildungsangeboten. Naturwissenschaftliche Lerngelegenheiten wirken sich nur dann positiv auf die Kompetenzen der Mädchen und Jungen aus, wenn sie regelmäßig stattfinden und zugleich von ausreichender Qualität sind. Weder Lernangebote mit geringer Prozessqualität noch qualitativ hochwertige, die nur selten stattfinden, stehen in einem positiven Zusammenhang mit dem kindlichen Wissen in den Naturwissenschaften.

Die externe Studie EASI Science-L belegt, dass die sprachlichen Kompetenzen der Kinder mit der verbalen Anregung während des Forschens zusammenhängen.

Die Kinder aller Untersuchungsgruppen zeigen im Durchschnitt vergleichbare bildungssprachliche Kompetenzen (unabhängig davon, ob bzw. welchen naturwissenschaftlichen Schwerpunkt eine Kita hat oder ob ein Kind Deutsch als Erst- oder Zweitsprache spricht). Den stärksten Einfluss auf die Sprachfähigkeiten der Mädchen und Jungen haben individuelle Merkmale wie Intelligenz, Alter und Geschlecht.

Der Fortbildungsbesuch der pädagogischen Fachkräfte und die kindliche Verwendung von (Bildungs-)Sprache hängen jedoch zusammen: Kinder, deren Erzieherinnen und Erzieher eine kombinierte Fortbildung zu Naturwissenschaften und Sprache besucht haben, zeigen in der naturwissenschaftlichen Lernsituation eine höhere bildungssprachliche Performanz als Kinder, deren Fachkraft nicht entsprechend fortgebildet ist.

Die Abschlussberichte beider Studien sind transparent im Band 10 der Wissenschaftlichen Schriftenreihe der Stiftung veröffentlicht.

EASI Science (Early Steps into Science): Wirkungen früher naturwissenschaftlicher Bildungsangebote auf naturwissenschaftliche Kompetenzen von Fachkräften und Kindern

Durchgeführt von: Prof. Dr. Mirjam Steffensky (IPN Kiel), Prof. Dr. Yvonne Anders (FU Berlin), Prof. Dr. Ilonca Hardy (Uni Frankfurt), Prof. Dr. Miriam Leuchter (Uni Koblenz-Landau)
Die Studie wurde gefördert durch die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“ und das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF).

EASI Science-L (Early Steps into Science and Literacy): Naturwissenschaftliche Bildung in der Kita: Gestaltung von Lehr-Lern-Situationen, sprachliche Anregungsqualität und sprachliche sowie naturwissenschaftliche Fähigkeiten der Kinder

Durchgeführt von: Prof. Dr. Astrid Rank (Uni Regensburg), Prof. Dr. Anja Wildemann (Uni Koblenz-Landau), Prof. Dr. Andreas Hartinger (Uni Augsburg), Prof. Dr. Sabina Pauen (Uni Heidelberg)
Die Studie wurde gefördert durch die Stiftung „Haus der kleinen Forscher“, die Siemens Stiftung und die Baden-Württemberg Stiftung.